Skip to content

Was passiert eigentlich, wenn man keine Werbung für die Lesung macht?

Titelbild zum Blogbeitrag: Du machst keine Werbung für deine Lesung?
Titelbild zum Blogbeitrag: Du machst keine Werbung für deine Lesung?
Titelbild zum Blogbeitrag: Du machst keine Werbung für deine Lesung?

Oder: Wie du dich mit Anlauf unsichtbar machst und wie du das vermeidest.

Stell dir vor: Du sitzt auf dem Podium. Deine Hände zittern leicht, aber deine Stimme ist bereit. Das Mikrofon ist offen, der Kaffee duftet. Du schaust ins Publikum.

Vier Menschen.
Zwei davon gehören zum Café-Team.
Einer ist dein Partner.
Und der vierte? Hat sich verlaufen und bleibt aus Verlegenheit sitzen.

Willkommen in der bitteren Realität: Das passiert, wenn du keine Werbung für deine Lesung machst.

Warum Lesungen keine Selbstläufer sind (auch wenn du Bestseller schreibst)

Ja, die Vorstellung ist romantisch: Eine Buchhandlung lädt ein, du bringst dein Buch mit, jemand stellt Sekt kalt und die Stadt strömt zu dir.

Spoiler: Das ist keine Hollywood-Produktion. Das ist Realität. Und in der Realität hat jede:r was anderes zu tun.

Daher vergiss bitte sofort diese Gedanken:

  • „Die Buchhandlung macht schon Werbung.“

  • „Meine Leser:innen sehen das irgendwo.“

  • „Ein Post reicht, dann läuft das.“

Nein. Läuft nicht.

Was passiert, wenn du keine Werbung für deine Lesung machst?

1. Niemand weiß, dass du da bist, also kommt auch niemand

Selbst die beste Location ist ein leerer Raum, wenn niemand davon weiß. Sichtbarkeit entsteht nicht durch Hoffnung, sondern durch gezielte Kommunikation.

Wer nicht laut wird, wird nicht gehört. Punkt.

Der Blogartikel Tipps für eine gelungene Kultur-Kommunikation von Fachzeitungen liefert Fundiertes: Zielgruppen erkennen, passende Kommunikationsstrategien entwickeln.

2. Keine Medien, keine Presse, keine Folge-Termine

Ein leeres Zimmer wirkt wie ein Flop. Vor allem auf Veranstalter:innen und Presse. Keine Bühne = keine Presse = keine erneute Einladung.

Wie du das umkehrst?
Die Anleitung Lokale Pressearbeit für Autor:innen von “Einfach in die Presse” zeigt dir, wie du mit eigenem Engagement lokale Medien erreichst.

3. Du verschenkst eine Bühne, die dir gehört

Lesungen sind mehr als Vorlesen. Sie sind Begegnung, Energie und Emotion.

Menschen kaufen Bücher wegen Geschichten, aber sie bleiben wegen dir.
Und dafür müssen sie da sein. Physisch und digital.

Werbung für Lesung: So geht’s richtig (auch ohne Budget)

Die 3-Schritte-Formel für Lesungs-Marketing

Ankündigen – Erinnern – Begeistern

  1. Ankündigen:
    Mindestens 4 Wochen vorher, klar und überall.
    Lies dazu den Beitrag: Die beste Promo-Zeit für deine Lesung.

  2. Erinnern:
    Mit kleinen Updates (z. B. Behind-the-Scenes, Leseschnipsel, Countdowns)

  3. Begeistern:
    Was erwartet dein Publikum? Warum wird es besonders? Zeig deine Vorfreude!

Nutze deine Kanäle – und zwar ALLE

  • Instagram (Post, Story, Reel)

  • Facebook-Event

  • Newsletter mit persönlicher Note

  • TikTok (wenn du magst)

  • Threads oder X mit Hashtags

  • Und natürlich dein Profil auf Autor sucht Couch, denn dort finden Veranstaltende dich direkt

Tipp: Du brauchst keine Agentur, aber einen Plan und den Mut, dich selbst ernst zu nehmen.

Veranstalter:innen supporten, statt sich auf sie zu verlassen

Viele Veranstaltungsorte haben kein großes Marketing-Team. Aber wenn du ihnen zuarbeitest, profitieren beide Seiten.

  • Schick ihnen Grafiken, Videos, Textbausteine
  • Bitte um Social-Media-Erwähnung
  • Verlinke sie und teile ihre Posts regelmäßig

So multiplizierst du Reichweite, ohne Extra-Kosten.

Fazit: Werbung für deine Lesung ist kein Nice-to-have. Sie ist dein Bühnenlicht.

Niemand liebt Eigenwerbung. Aber wenn du willst, dass jemand kommt, muss jemand wissen, dass du da bist.

Mach deine Lesung sichtbar, emotional und relevant. Denn wenn du dich selbst nicht wichtig nimmst, warum sollte es dein Publikum tun?

Jetzt du:

Wie bewirbst du deine Lesungen bisher? Was hat funktioniert und was war ein kompletter Reinfall? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren oder schick diesen Beitrag an Autor:innen, die ihn brauchen.